| Argentinien |
4 |
|
6 |
Brasilien |
| |
 |
Ort |
Estadio Nacional |
| Zeit |
25.07.2004,
15:00 |
| Zuschauer |
45.000 |
| Schiedsrichter |
Carlos
Amarilla (Par)
|

| Tore |
20' Cristian
González (Arg)
46' Luisao Da Silva (Bra)
87' César Delgado (Arg)
93' Adriano Leite (Bra)
ES Adriano Leite (Bra)
ES Edú Daude (Bra)
ES Cristian González (Arg)
ES Diego Ribas (Bra)
ES Juan Pablo Sorín (Arg)
ES Juan Silveira (Bra)
|
| Gelbe
Karten |
24' Juan
Pablo Sorín (Arg)
37' Edú Daude (Bra)
71' Javier Mascherano (Arg)
|
| Verweise |
keine |
| Wechsel |
eingewechselt |
ausgewechselt |
54' Diego
Ribas (Bra)
62' Felipe Loureiro (Bra)
63' César Delgado (Arg)
74' A. D'Alessandro (Arg)
81' Cris Marques (Bra)
91' Facundo Quiroga (Arg) |
Kléberson
Alex
Mauro Rosales
Luis González
Luisao
Carlos Tévez |

| Aufstellung Argentinien |
Aufstellung Brasilien |
Roberto Abbondanzieri
Fabricio Coloccini
Roberto Ayala
Gabriel Heinze
Javier Zanetti
Javier Mascherano
Juan Pablo Sorín
Luis González
Mauro Rosales
Carlos Tévez
Cristian González
Trainer : Marcelo Bielsa
|
Júlio César
Maicon
Luisão
Juan
Gustavo Nery
Kléberson
Renato
Edu
Alex
Luís Fabiano
Adriano
Trainer: Carlos Alberto Parreira
|

Bericht
Das Finale der Copa América 2004 in Peru
bestand aus einer weiteren Auflage des Klassikers zwischen
Argentinien und Brasilien, die um kurz vor 15:00 Ortszeit
in das mit 45.000 Zuschauern restlos ausverkaufte Estadio
Nacional einliefen.
Argentinien fand von Anfang an besser ins
Spiel und setzte mit präzisem Spiel das noch etwas eingeschlafene
Team von Brasilien unter Druck. Herausragende Figur in der
Anfangsphase war einmal mehr Carlos Tévez, dem jedoch das
letzte bißchen Glück fehlte um seine Aktionen zu einem torreichen
Ende zu bringen. Der Torschützenkönig Adriano stand häufig
hilflos vorne herum ohne die Unterstützung des Mittelfeldes,
welchem deutlich die Kreativität fehlte. In der 20. Minute
dann zeigte der paraguayische Schiedsrichter Carlos Amarilla
auf den Punkt im Strafraum, nachdem Lucho González gefoult
worden war. Den Elfmeter verwandelte "Kily" González ohne
Mühe. Auch nach der Führung konnte man kein Aufbäumen der
Brasilianer beobachten. Argentinien war Herr der Lage und
sie machten mit dem Ball was sie wollten. Brasilien beschränkte
sich darauf tief in der Abwehr zu stehen und zu verteidigen.
Immer wieder mußte Torwart Julio César seine Mannschaft vor
einem noch größeren Rückstand retten. Doch dann aus dem nichts
machte Luisao plötzlich den Ausgleich in der Nachspielzeit
der ersten Halbzeit.
Die zweite Halbzeit begann mit den selben
Aufstellungen, wie die erste und auch das Spielgeschehen
blieb das selbe. Argentinien spielte Brasilien an die Wand,
doch der letzte Zug zum Tor gelang häufig nicht. Schließlich
wechselte Brasilien Kléberson aus und brachte Diego von Santos
um ein bißchen mehr hinten raus zu kommen, doch auch diese
Maßnahme brachte der Selecao nichts ein, die weiterhin in
Bedrängnis blieb. In der 87. Minute erntete Argentinien endlich
den Lohn für seine Bemühungen. Delgado brachte sein Tema
erneut mit 2:1 in Führung. 6 Minuten trennte das Land vom
La Plata noch vom Sieg, doch wieder gelang Brasilien Sekunden
vor dem Apfiff aus heiterem Himmel der Ausgleichstreffer.
Der Schock bei den Argentiniern saß tief,
so tief, daß ganz offensichtlich die Konzentration beim folgenden
Elfmeterschießen fehlte. Der Wolfsburger D'Alessandro verschoß
den 1. Elfmeter für sein Team. Auch der zweite argentinische
Schütze Heinze vergab. Von den Brasilianern hingegen, die
vom späten Ausgleichstreffer noch beflügelt waren vergab
keiner und so stand es am Ende 6:4 für Brasilien.
Ohne Frage war es ein Finale mit einem Wechselbad
an Gefühlen und einem mehr als glücklichen Sieger Brasilien,
das 90 Minuten lang so gut wie gar nichts beeindruckendes
zustandegebracht und am Ende die Demoralisierung des Gegners
nutzen konnte um den Titel an die Copa Cabana zu holen. |