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Argentinien 1   3 Kolumbien
 
Ort Estadio Nacional
Zeit 20.07.2004, 17:00
Zuschauer 36.000
Schiedsrichter

Gilberto Hidalgo (Per)

Tore

32' Carlos Teves (Arg)
49' Luis Gonzalez (Arg)
79' Juan Pablo Sorin (Arg)

Gelbe Karten

31' Enrique Tapias (Kol)
59' Luciano Figueroa (Arg)
65' Cristian Gonzalez (Arg)
86' Edixon Perea (Kol)

Verweise keine
Wechsel eingewechselt ausgewechselt
57' Jhon Viafara (Kol)
60' Mauro Rosales (Arg)
63' Facundu Quiroga (Arg)
64' Edixon Perea (Kol)
73' David Ferreira (Kol)
84' Diego Placente (Arg)
Enrique Tapias
Cesar Delgado
Luciano Figueroa
Elkin Murillo
Mahler Moreno
Cristian Gonzalez

Aufstellung Argentinien Aufstellung Kolumbien

Juan Pablo Sorin
Cesar Delgado
Javier Mascherano
Fabricio Coloccini
Cristian Gonzalez
Carlos Tevez
Luciano Figueroa
Gabriel Heinze
Javier Zanetti
Luis Gonzalez
Roberto Abbondanzieri

Trainer: Marcelo Bielsa

Elkin Murillo
Oscar Asprilla
Jairo Patino
Mahler Moreno
Andres Orozco
Juan Carlos Valencia
Andres Rodriguez
Gonzalo Martinez
Gustavo Victoria
Enrique Tapias
Edwin Congo

Trainer: Reinaldo Rueda

Bericht

Wie fast zu erwarten, war das Estadio Nacional in Lima zum ersten Halbfinale nicht ganz ausverkauft. Die Fans ließen sich dadurch jedoch nicht die Stimmung verderben und vor Spielbeginn waren die üblichen Gesänge zu hören, auch wenn natürlich nicht in der Lautstärke wie noch bei den Gruppenspielen Perus.

Nach einer Einspielminute übernahm Argentinien die Kontrolle in diesem ersten Halbfinale der Copa América. Die "Blanciceleste" kam eindeutig schneller ins Spiel, war offensiv eingestellt, zeigte Übersicht und Spielwitz, übte stetigen Druck aus und hatte von Beginn an gute Torchancen. Die Angriffe waren gut aufgebaut und endeten fast alle im gegnerischen Strafraum. Lediglich um die 20. Spielminute herum kam auch Kolumbien zu einigen Spielmöglichkeiten. Die Absicht war klar: es sollte auf schnelle Konter gelauert werden. Allerdings fehlte es an Präzision.Viele der langen Pässe auf die Spitze(n) kamen nicht an, die Attacken verliefen sich frühzeitig und konnten nie wirklich gefährlich werden. Es überzeugte die Ordnung und Entschlossenheit in der argentinischen Mannschaft. Kolumbien sah sich immerzu in der Rolle des Verteidigers und tat sich mehr als schwer. Die erste Halbzeit sah argentinische Angriffe und Chancen am laufenden Meter. Das Spiel war praktisch in die kolumbianische Hälfte verlegt. In der 24. gab es den ersten richtigen Aufreger: ein kolumbianischer Feldspieler klärte per Kopf auf der Torlinie; viele wollten schon ein verdientes Tor gesehen haben. Argentinien setzte sich in den Zweikämpfen weiterhin durch und oftmals fehlte nur der letzte Pass zur Großchance. In der 31. Minute dann konnten die "Chés" einen Freistoß direkt verwandeln und kamen zum verdienten Führungstreffer. Und Argentinien blieb offensiv, sicher in der Ballannahme und dominierte immer mehr. Kolumbien wirkte teilweise unkoordiniert und nicht entschlossen genug. Die wenigen Chancen konnten aufgrund fehlender Übersicht und Spritzigkeit nicht genutzt werden. Die erste Halbzeit endete mit weiteren Torchancen für Argentinien und bot aufgrund der eindeutigen Dominanz insgesamt wenig Aufregendes.

Die zweite Halbzeit sollte noch einseitiger verlaufen. Das Spiel war praktisch in eine Hälfte verlagert und in der 49. Minute fiel aus einigem Durcheinander im kolumbianischen Strafraum das 2:0 für die "Blanciceleste". Kolumbien konnte sich zu keinem Zeitpunkt aus der Umklammerung befreien und blieb unorganisiert in der Abwehr. Weitere Tore Argentiniens waren praktisch nur noch eine Frage der Zeit. Die offensichtliche Überlegenheit Argentiniens spiegelte sich auch in der Anzahl der Freistöße wieder. In der zweiten Hälfte mehrten sich ebenfalls die Fouls gegen die "Chés", wohl Ausdruck von Verzweiflung und Unvermögen. Die wohl auffälligste Szene Kolumbiens in der zweiten Hälfte war eine Schwalbe im argentinischen Strafraum in der 59. Minute. Die argentinischen Angriffe rissen nicht ab und endeten stets "mindestens" mit einem Eckstoß. Unter den Zuschauern wollte so richtig keine Stimmung aufkommen. Zu einseitig war das Geschehen auf dem Rasen, zu groß die Überlegenheit Argentiniens. Kolumbien fand zu keinem Zeitpunkt ein Rezept und auch keinen Spielrhythmus. Immer wieder wurden die Stürmer früh abgefangen und kamen kaum über das Mittelfeld hinaus. Argentinien blieb auch in den Schlussminuten aufmerksam, stärker in den Zweikämpfen und wirkte schneller und frischer. Die Zuschauer beschäftigten sich inzwischen mit der La-Ola-Welle und hielten sich so warm. Per flachem Kopfball nach einem Freistoß konnten die "Chés" dann noch in der 81. Minute den Treffer zum 3:0 Endstand erzielen. Danach spielten sie die Partie ruhig und locker runter. Es gab wohl noch die ein oder andere Möglichkeit, selbst für Kolumbien, das jetzt etwas mehr Räume hatte, aber das wollten mittlerweile nicht mehr alle Anwesenden sehen. Viele Zuschauer verließen das Stadion frühzeitig. Überrascht ob des in dieser Deutlichkeit keinesfalls erwarteten Ergebnisses.

Argentinien steht zu Recht im Finale der diesjährigen Copa América und wartet nun auf seinen Gegner, der in der Partie Brasilien gegen Uruguay ermittelt wird.

 

 
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