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Brasilien 1   0 Chile
 
Ort Estadio de la UNSA
Zeit 08.07.2004, 19:45
Zuschauer 30.000
Schiedsrichter Marco Rodríguez (Mex)

Tore 90' Luis Fabiano (Bra)
Gelbe Karten

17' Moisés Villarroel (Chi)
22' Juan Silveira (Bra)
38' Jonathan Cisternas (Chi)
49' Julio César Soares (Bra)
67' Rodrigo Valenzuela (Chi)
82' Rodrigo Meléndez (Chi)
88' Edú Daude (Bra)
89' Diego Ribas (Bra)

Verweise keine
Wechsel eingewechselt ausgewechselt

46' Luis Jiménez (Chi)
62' Diego Ribas (Bra)
63' Ricardo Oliveira (Bra)
66' Héctor Mancilla (Chi)
80' Maicon Sisenando (Bra)

Jonathan Cisternas
Dudú Cearense
Adriano Leite
Sebastián Gonzáles
Mancini Amantín

Aufstellung Brasilien Aufstellung Chile

Julio Cesar
Mancini
Luisao
Juan
Gustavo Nery
Dudú
Renato
Edú
Alex
Adriano
Luis Fabiano

Trainer : Alberto Parreira

Alex Varas
Luis Fuentes
Rodrigo Pérez
Rafael Olarra
Rodrigo Valenzuela
Clarence Acuña
Rodrigo Meléndez
Jonatan Cisternas
Moisés Villarroel
Mirovan Milosevic
Sebastián González

Trainer: Juvenal Olmos

Bericht

Auch das zweite Spiel der Gruppe C bot einiges an Spannung. Im Vorfeld wurde ja viel über die brasilianische Nationalmannschaft diskutiert und spekuliert. Fast mantragleich wiederholte der brasilianische Trainer, Carlos Alberto Parreira, in den letzten Tagen, dass er mit einer hervorragenden Mannschaft angereist sei und zwar um die Copa zu gewinnen und nichts anderes. Mit entsprechender Spannung wurde also der erste Auftritt der Selecão erwartet.

In den ersten Minuten war es Brasilien, das entschlossen den Ballbesitz suchte. Chile konterte jedoch sehr gut und es gelang ihnen immer wieder die brasilianischen Attacken bereits im Mittelfeld abzufangen. Brasilien zeigte zu diesem Zeitpunkt die vielleicht aussichtsreicheren Spielzüge und hatte den größeren Anteil an Ballbesitz, blieb jedoch zunächst ungefährlich. Chile fand immer mehr ins Spiel, hatte in der 16. Spielminute die erste Großchance, die durch eine Glanzparade des brasilianischen Torwarts vereitelt werden konnte. In der Folge war Chile immer häufiger die spielgestaltende Mannschaft. Es gelang ihnen die brasilianischen Angriffe immer früher zu stören. Brasilien konnte seine Schnelligkeit zu diesem Zeitpunkt nicht ausspielen. In der 25. Minute dann bekam Chile einen Elfmeter zugesprochen. Das folgende Tor wurde allerdings anuliert, eine höchst umstrittene und wirklich nicht ganz nachzuvollziehende Entscheidung des Schiedsrichters, Marco Rodíguez. Der zweite Versuch ging dann daneben und es stand weiterhin 0:0. Chile blieb jedoch seiner Linie treu, störte früh, griff weiter an und konnte Brasilien zeitweise sehr deutlich in die eigene Hälfte verweisen. Zum Ende der ersten Halbzeit konnte sich Brasilien etwas fangen und begann den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten. Das Spiel gestaltete sich ausgeglichen, mit einigen wirklich schönen Zweikämpfen. Chile verteidigte gut, machte die Räume eng. Die ersten 45 Minuten endeten mit einigen Torschüssen Brasiliens, der Stand zur Pause blieb jedoch 0:0.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schien sich nichts Grundlegendes geändert zu haben. Es war von Kampf geprägtes Spiel, das vor allen Dingen deshalb interessant war, weil jeder Zeit mit dem „Erwachen“ Brasiliens gerechnet wurde. Um die 55. Minute herum konzentrierte sich das Spiel aufs Mittelfeld. Chile war weiterhin etwas aktiver als Brasilien, konnte jedoch trotz einigen hervorragenden Chancen kein Tor schießen. Brasilien tat sich bis in die 70. Spielminute weiterhin schwer und die Zeit schien eindeutig für die chilenische Mannschaft zu spielen. Nach dem Spielverlauf zu urteilen, wäre ein 0:0 Untentschieden auch ein angemessenes Ergebnis gewesen. In den letzten zehn Minuten wechselten sich weiterhin Angriff und Konter ab. Brasilien schien nun öfter und entschlossener den Weg zum gegnerischen Tor zu suchen. In der 88. Minute konnte die Selecão eine gute Freistoßchance nicht verwandeln, den darauffolgenden Eckstoß jedoch schon und so stand es in der 91. Minute plötzlich 1:0 für Brasilien.

Nicht unverdient, sicherlich, dennoch wäre den Chilenen ein einem Erfolg gleichbedeutendes Unentschieden durchaus zu gönnen gewesen. Insgesamt war es ein ansehnliches, wenn auch eher kampfbetontes Spiel.

 

 
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