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Kolumbien 2   0 Costa Rica
 
Ort Estadio Mansiche
Zeit 17.07.2004, 19:45
Zuschauer ausverkauft
Schiedsrichter

Gustavo Méndez (Uru)

Tore

40' Abel Enrique Aguilar Tapias (Kol)
46' Mahler Tressor Moreno Baldrich (Kol)

Gelbe Karten

keine

Verweise keine
Wechsel eingewechselt ausgewechselt
46' Walter Centeno (Cos)
58' Álvaro Saborio (Cos)
73' Edixon Perea (Kol)
83' Jhon Eduis Viáfara (Kol)
87' D. Arturo Ferreira (Kol)
Steven Bryce
Andy Herrón
Sergio Darío Herrera Month
Jairo Patiño
Mahler Tressor Moreno

Aufstellung Kolumbien Aufstellung Costa Rica

Juan Carlos Henao
Hayder Palacio
Andrés Orozco
Andrés González
Gustavo Victoria
Oscar Díaz
Abel Aguilar
Tressor Moreno
Jairo Patiño
Elkin Murillo
Sergio Herrera

Trainer : Reinaldo Rueda

Luis Marín
Alexánder Castro
Leonardo Gonzáles
Douglas Sequeira
Alonso Solís
Mauricio Wright
Carlos Hernández
Cristian Badilla
Steven Bryce
Andy Herrón
Ricardo Gonzáles

Trainer: Jorge Luis Pinto

Bericht

Die Rollen im zweiten Viertelfinalspiel des heutigen Tages waren zumindest auf dem Papier klar verteilt. Costa Rica hatte aber durch das letzte Spiel gegen Chile gehörig an Moral und Selbstvertrauen gewonnen. Der Einzug ins Viertelfinale war für die „Ticos“ ein großer Erfolg und würde ihnen eventuell eine gefährliche Lockerheit verleihen. Außerdem konnten sie während der Vorbereitung auf die Partie auf einen echten Kenner des kolumbianischen Fußballs zählen, ihren Trainer Jorge Luis Pinto. Die Presse erklärte das Spiel auch im Vorfeld zum Duell der kolumbianischen Trainier. Kolumbien betonte ein ums andere Mal, dass Costa Rica nicht zu unterschätzen sei. Nichtsdestotrotz war ihre Aufstellung erstaunlich offensiv, mit praktisch drei Stürmern.

Zu Beginn der Partie versuchte Kolumbien zunächst etwas Ballsicherheit zu gewinnen, während Costa Rica von der ersten Sekunde an störte und den Weg nach vorne suchte. So musste der kolumbianische Torhüter Juan Carlos Henao bereits in der 4. Minute einen schönen Schuss rausfausten um so ein Tor zu verhindern. Dies schien die Kolumbianer aufgeweckt zu haben und in der Folge agierten sie deutlich entschlossener. Obwohl beide Mannschaften eindeutig offensiv ausgerichtet waren, war das Spiel gekennzeichnet von gut organisierten Angriffen. Es gab keine wilden Attacken. Costa Rica war bestrebt, Kolumbien nicht über das Mittelfeld hinaus kommen zu lassen, weil drei Spitzen in Strafraumnähe recht schnell gefährlich werden konnte. Zur 10. Minute konnte sich Kolumbien aber mehr und mehr Spielanteil sichern. In der 11. Spielminute vergab Kolumbien eine Großchance und von da an waren es die „Cafeteros“, die immer häufiger das Spiel machten. Um die 20. Minute gab es noch ein leichtes Aufbäumen von Costa Rica in Form von sehr guten Torchancen. Im Anschluss verloren die „Ticos“ dann aber zu oft zu leicht den Ball im Mittelfeld. Die folgenden 10 Minuten sahen ein ausgeglichenes, ansehnliches Spiel, auch wenn die größeren Möglichkeiten Kolumbiens immer mehr zum Vorschein kamen. Die letzte Viertelstunde der ersten Halbzeit wurde dann auch deutlich von den Gelb-Blauen dominiert. Nach fast unzähligen Versuchen gelang Kolumbien dann in der 41. Minute nach einer wunderschönen Kombination der 1:0 Führungstreffer. In der Nachspielzeit folgte noch ein nicht unumstrittener Elfmeter zugunsten von Kolumbien nach vermeitlichem Foul des Torwarts. Auch wenn „Tico“-Torwart Ricardo Gonzalez die Ecke erahnte und fast mit den Fingern am Ball war, konnte er das 2:0 nicht verhindern. Der Halbzeitstand war durchaus verdient und dem Spielverlauf der ersten Hälfte angemessen. Die Frage war nun wie Costa Rica diesen Rückstand würde verkraften könnte.

Kolumbien stellte zur zweiten Halbzeit etwas um und schien nicht mehr mit letzter Konsequenz anzugreifen. Verständlich bei dieser konfortablen Führung. Costa Rica seinerseits hatte dadurch etwas mehr Raum und wusste ihn gut zu nutzen. Energisch suchten die „Ticos“ den Angriff und sorgten für einige Unruhe im gegnerischen Strafraum. In den ersten zehn Minuten konnten sie sich einige teils sehr gute Chancen erarbeiten und machten deutlich, dass Kolumbien wieder etwas mehr machen musste. In der 59. Minute kamen die „Cafeteros“ dann zu ihrer ersten wirklich schönen Aktion nach gelungenem Zweikampf an der Außenlinie. In der Folge überwogen vielleicht die Angriffe von Costa Rica, jedoch waren nur wenige wirklich gefährlich, wie beispielsweise in der 71. Minute. Kolumbien spielte nun ein kontrolliertes Spiel, auf Konter wartend und die Ruhe bewahrend. Und auch wenn viele dieser Konter nicht wirklich gefährlich waren, so vergingen hierüber doch die Minuten. Kolumbien konnte sich stets etwas besser durchsetzen und so war es auch nicht verwunderlich, das die letzte, ein wenig überraschende, Großchance Costa Ricas aus einem langen Pass entstand (83. Minute). Der Kopfball konnte nur durch eine hervorragenden Parade des Torwarts abgewert werden. Und auch wenn besagter Torwart noch die ein oder andere unnötige Schrecksekunde verursachte, sollte sich am Resultat nichts mehr ändern.

Die Partie war durchaus flott und ansehnlich und bot einige schöne Aktionen, jedoch es fehlte ein wenig an Spannung. Das 2:0 zum Ende der ersten Halbzeit war etwas zu viel für Costa Rica, so schien es. Der Rückstand war groß und die eigenen Mittel begrenzt. Und auch wenn sich die „Ticos“ redlich bemühten, machten sie Kolumbien den Halbfinaleinzug letztlich eher einfach. Bemerkenswert ist aber, dass es in dieser Partie keine einzige gelbe Karte gab; es ist das erste seiner Art während der Copa América 2004.

 

 
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