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Paraguay 1   3 Uruguay
 
Ort Estadio Modelo
Zeit 18.07.2004, 15:00
Zuschauer 22.000
Schiedsrichter

Héctor Baldassi

Tore

15' Carlos Gamarra (Par)
40' Carlos Bueno (Uru)
64' Darío Silva (Uru)
89' Darío Silva (Uru)

Gelbe Karten

14' Alejandro Lago (Uru)
22' Javier Delgado (Uru)
30' Dario Silva (Uru)
36' Ernesto Cristaldo (Par)
44' Edgar Barreto (Par)
53' Gustavo Varela (Uru)

Verweise 63' Gusatvo Varela (Uru) Gelb-Rot
Wechsel eingewechselt ausgewechselt
61' Diego Figueredo (Par)
65' Julio Santos (Par)
69' Diego Perez (Uru)
72' David Villalba (Par)
75' Guill. Rodriguez (Uru)
85' Vicente Sanchez (Uru)
Ernesto Cristaldo
Edgar Barreto
Diego Forlan
Derlis Gonzalez
Carlos Bueno
Guillermo Rodriguez

Aufstellung Paraguay Aufstellung Uruguay

Carlos Gamarra
Edgar Barreto
Ernesto Cristaldo
Derlis Gonzalez
Justo Villar
Julio Cesar Manzur
Freddy Barreiro
Carlos Paredes
Pedro Benitez
Nelson Valdez
Aureliano Torres

Trainer: Carlos Jara Saguier

Javier Delgado
Diego Forlan
Gustavo Varela
Dario Silva
Sebastian Viera
Marcelo Sosa
Alejandro Lago
Carlos Bueno
Dario Rodriguez
Cristian Rodriguez
Paolo Montero

Trainer: Jorge Fossatti

Bericht

Die erste Halbzeit war ein Auf und Ab der Emotionen für den paraguayischen Fan. Die ersten Minuten waren von allgemeiner Unruhe geprägt. Uruguay hatte gleich zu Beginn eine gute Freistoßchance und setzte so ein erstes Ausrufezeichen. Nach fünf Minuten kehrte etwas mehr Ruhe ein. Uruguay war aber offensichtlich offensiver eingestellt worden und Paraguay musste zunächst noch die berüchtigt starke Abwehr organisieren. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch ohne viel taktisches Geplänkel. Paraguay stand hinten mittlerweile erwartungsgemäß sicher und wartete die gegnerischen Angriffe ab. Uruguay zeigte gute Spielzüge, kam aber noch nicht wirklich entscheidend vor. Paraguay seinerseits kam besser ins Spiel und hatte in der 14. Minute mit Nelson Haedo nach einem schnellen Antritt die erste gute Torchance. In der 16. Minute dann bugsierte Carlos Gamarra aus einer Freistoßsituation den Ball über seinem Hinterkopf ins Tor. Nach dem 1:0 Führungstreffer schien sich Paraguay etwas aus dem Angriff zurückzuziehen und ging seinem charakteristischen Spiel nach, mit viel Gewicht auf der Abwehr. Uruguay stürmte unbeeindruckt weiter und versuchte die paraguayische Abwehr mit langen Pässen zu umgehen, was auch oft gelang. Die "Charrúas" hatten nun deutlich mehr Spielanteil, auch wenn die Torgefährlichkeit (noch) zu wünschen übrig ließ. Auch in den Zweikämpfen konnten sie sich immer besser durchsetzen. Die folgenden zwanzig Minuten waren von uruguayischem Angriff und paraguayischer Abwehr gekennzeichnet. Ein ums andere Mal wurde Uruguay im Strafraum abgefangen und es gab die ein oder andere Konterchance für Paraguay; soweit schien die Rechnung der Albiroja aufzugehen. Allerdings war die Frequenz der uruguayischen Angriffe beeindruckend. Paraguay versuchte sichtlich mit der 1:0 Führung in die Halbzeitpause zu gehen. Zehn Minuten vor Ende der ersten Hälfte allerdings führte einer der sehr schnellen urugayischen Angriffe zu einem Elfmeter. In jedem Fall hatte die Abwehr geschlafen, ob der Elfer aber tatsächlich gerechtfertigt war, blieb umstritten. Carlos Bueno, Uruguays Nummer 20, verwandelte den Strafstoß in der 40. Minute. Der 1:1 Zwischenstand war sicherlich nicht unverdient, allerdings ist ein Elfmeter immer eine heikle Sache, die jedoch auch im weiteren Verlauf dieses Spiel bestimmen sollte. Zum Abschluss der ersten Spielhälfte hatte Uruguay noch zwei Großchancen. Zunächst war es Justo Villar, der mit einer Parade glänzte und der zweite Schuss blieb am Balken hängen. Die zweite Halbzeit brachte aus paraguayischer Sicht leider wenig Änderung. Uruguay war es, das das Spiel bestimmte, Paraguay wartete ab und verteidigte. Angesichts des Spielstandes ließ sich schon fragen auf was genau sie warteten. In der 51. Minute konnte der Fan noch einmal hoffen, denn es hätte einen Elfmeter für die Albiroja geben müssen. Die "Charrúas" blieben ihrer Linie treu und suchten mit langen Pässen den Weg nach vorne. Und ihre Chancen mehrten sich. In der 55. Minute musste ein paraguayischer Spieler auf der Linie retten, in der 56. Minute landete ein Schuss nur ca. 1,5 m neben dem Tor von Justo Villar. Die paraguayische Verteidigung machte nicht mehr einen so sicheren Eindruck wie noch phasenweise in der ersten Halbzeit. Uruguay schien nun deutlich näher an einem Führungstreffer und ein so defensiv und ideenlos agierendes Paraguay würde es in diesem Falle sehr schwer haben. Auf die eigenen Stärken zu setzen ist sicherlich nie falsch, dennoch wollte der Eindruck nicht schwinden, dass dieses Paraguay kaum torgefährlich werden konnte. In der 64. Minute stiegen die weiß-roten Hoffnung mit der roten Karte für einen uruguayischen Spieler. Dies sollte aber keine Minute andauern. In der 65. Minute fiel der 2:1 Führungstreffer für Uruguay. Darío Silva konterte prakisch im Alleingang und schoss aus der Drehung heraus ein wundersames Tor. In der Folge hatten beide Mannschaften einige Chancen, allerdings keine 100%-igen. In der 74. Minute wechselte Uruguay nun doch defensiv aus. Paraguay reagierte, stürmte etwas mehr und es stellte sich die Frage, ob Uruguay mit zehn Mann über eine Viertelstunde ein erfolgreiches Defensivspiel würden führen können. Fünf Minuten später hatte sich diese Frage jedoch erledigt, weil Paraguay dann bereits mit dem Angriffsspiel auszuhören schien. Mehr noch, Uruguay ergriff wieder die Initiative und zwang der Albiroja mit nur zehn Mann erneut in die Rolle der Verteidiger. Paraguay konnte die Überzahl zu keinem Moment nutzen und spielte erstaunlicherweise fast nur durch die Mitte. Die 88. Minute sah erneut einen vermeitlichen Elfmeter für Paraguay, aber auch den gab der argentinische Schiedsrichter nicht. In der 89. Minute entschied sich dann die Partie: ein erneut im Alleingang geführter Konter Uruguays (nach bemerkenswert schlechter Abwehr) endete mit dem 3:1. In den Schlussminuten arbeitete Paraguay dann doch noch etwas an Ergebniskosmetik, vergeblich. Weiterhin war es Uruguay, das das Spiel machte. Ein derart klares Ergebnis hatte wohl kaum einer erwartet. Besonders nach der zuletzt von Paraguay gezeigten Leistung. Auch die erneuten Quärelen im uruguayischen Lager schienen eher für die Albiroja zu sprechen. Es war also eine kleine Überraschung, aber ein verdienter Sieg für die "Charrúas", die über die gesamte Spielzeit mehr Engagement und Ideen zeigten.

 

 
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