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Peru 0   1 Argentinien
 
Ort Estadio Elías Aguirre
Zeit 17.07.2004, 17:00
Zuschauer ausverkauft
Schiedsrichter

Carlos Amarilla (Par)

Tore

60' Carlos Tévez (Arg)

Gelbe Karten

26' Carlos Alberto Zegarra Zamora (Per)
29' Roberto Ayala (Arg)
31' Juan José Jayo Legaro (Per)
88' Norberto Albino Solano Todco (Per)

Verweise Roberto Ayala (Arg) Gelb-Rot
Wechsel eingewechselt ausgewechselt
59' Carlos Tévez (Arg)
66' Pedro de la Cruz (Per)
76' Mauro Rosales (Arg)
82' Facundo Quiroga (Arg)
85' Aldo Olcese (Per)
88' Carlos La Rosa (Per)
Andrés A'Alessandro
Carlos Alberto Zamora
César Delgado
Luciano Figueroa
Juan José Jayo Legario
Walter Ssoto

Aufstellung Peru Aufstellung Argentinien

Oscar Ibañez
Guillermo Salas
Miguel Rebosio
Santiago Acasiete
Walter Vilchez
Nolberto Solano
Jorge Soto
Juan Jayo
Carlos Zegarra
Roberto Palacios
Andrés Mendoza

Trainer : Paulo Autori

Roberto Abbondanzieri
Javier Zanetti
Roberto Ayala
Gabriel Heinze
Juan Pablo Sorin
Luis González
Fabricio Coloccini
Cristian González
Andrés D’Alessandro
César Delgado
Luciano Figueroa

Trainer: Marcelo Bielsa

Bericht

Anders als in den vorherigen Spielen, fing der Gastgeber dieses Mal nicht so fulminant an. Das war natürlich auch dadurch bedingt, dass Peru nur mit einer wirklichen Spitze spielte. Die ersten Angriffe und guten Aktionen gehörten Argentinien. Erst in nach acht, neun Minuten kam Peru etwas besser ins Spiel und suchte den Weg nach vorn. Zu diesem Zeitpunkt stimmte aber die Abstimmung noch nicht ganz und es fehlten Anspielstationen. Während Peru mit langen Pässen die Spitze(n) suchte, ließ sich Argentinien deutlich mehr Zeit für die Angriffe. Fast „deutsch“ hielten die Argentinier den Ball zunächst in den eigenen Reihen und scheuten auch das Rückspiel auf Torwart Abbondanzieri nicht. Ab der 15. Spielminute erarbeitete sich Peru etwas mehr Spielanteil, allerdings fehlte noch das letzte Quentchen Präzision und Glück. Dennoch tauchte der Gastgeber nun öfter im gegnerischen Strafraum auf, befand sich aber oft in erdrückender Unterzahl. In den Zweikämpfen taten sich die Peruaner noch schwer, oft mussten sie auf das Foul als letzte Waffe zurückgreifen. Argentinien zeigte insgesamt die feinere Technik, auch wenn es hin und wieder überraschende Fehlpässe gab. Und obwohl sich die „Chés“ weiterhin mehr Zeit im Aufbau ließen, entwickelte sich ein recht flottes Spiel. Spannend war es ohnehin, da es um das Weiterkommen des Gastgebers ging. Die Stimmung im Pressezentrum in Lima war dementsprechend aufgeheizt, die Atmosphäre angespannt. In der ersten Halbzeit hatte Argentinien eindeutig die besseren Chancen, ein Tor gelang ihnen jedoch nicht. Peru kam ab der 40. Minute deutlich besser ins Spiel und ließ auf die zweite Halbzeit hoffen.

Und in der Tat, Peru kam mit deutlich mehr Elan und Spielwitz aus der Kabine. In den ersten zehn Minuten hatten die Gastgeber wesentlich mehr Ballbesitz und spielten insgesamt entschiedener nach vorne. Argentinien fing sich aber recht schnell, fand ins Spiel und griff wieder gut organisiert an: mit schnellen Pässen entlang der Außenlinien und der Flanke ins Zentrum, wo ein kopfballstarker Spieler wartete. Zweimal hintereinander (57. und 58. Minute) konnten die „Albiceleste“ so für Unruhe im peruanischen Strafraum sorgen. Und auch trotz der verletzungsbedingten Auswechslung ihres bislang zentralen Spielers D’Alessandro blieben sie ihrer Linie treu. In der 60. Minute dann konnte der gerade eingewechselte Carlos Tévez einen Freistoß direkt und technisch einwandfrei verwandeln. Auch nach dem Führungstreffer griff Argentinien weiterhin an. Das Mittelfeld war nun umkämpfter, die Zweikämpfe ausgeglichener. In der 64. Minute kam Peru zu einer seiner beiden besten Chancen der zweiten Halbzeit. Lediglich der Pfosten vereitelte den Ausgleichstreffer. In der 69. Minute konnte Peru nach schwacher argentinischer Abwehr die zweite absolute Großchance nicht nutzen, suchte aber weiter den Weg nach vorne und ernete die Anerkennung der Zuschauer. Das Spiel gewann mehr und mehr an Spannung, wenn auch nicht an (technischen) Höhepunkten. Es folgte Angriff auf Angriff. Nach der gelb-roten Karte in der 82. Minute für den argentinischen Kapitän wechselte Marcelo Bielsa defensiv aus. Von da an versuchte Peru seine Überzahl zu nutzen und Druck auszuüben. Das Team gab nicht auf und startete eine Attacke nach der anderen, allein ein Tor fiel nicht mehr. 1:0 für Argentinien war der Endstand.

Es war dennoch ein würdiger Abschied des Gastgebers. Argentinien wusste das Spiel klug zu führen und ließ sich durch die hitzige Atmosphäre scheinbar nicht beeindrucken. Peru hatte sicherlich unter dem Ausfall seiner drei Stürmer, Pizarro, Farfán und Maestri zu leiden, zeigte aber ein engagiertes Spiel und kann durchaus zufrieden sein.

 

 
© 2004 by www.albigol.s3.cybton.com - Niels-Oliver Walkowski (Albigolsite@netscape.net) - Ana Isabel Sühling