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Peru 2   2 Bolivien
 
Ort Estadio Nacional
Zeit 06.07.2004, 19:45
Zuschauer 45.000
Schiedsrichter Héctor Baldassi (Arg)

Tore 36' Joaquin Botero (Bol)
57' Lorgio Alvarez (Bol)
67' Roberto Palacios (Per)
87' Claudio Pizarro
Gelbe Karten

Carlos Zegarra (Per)
Leonardo Fernández (Bol)
Joaquín Botero (Bol)

Verweise keine
Wechsel eingewechselt ausgewechselt
61' Roberto Palacios (Per)
61' Andres Mendoza (Per)
63' Gonzalo Galindo (Bol)
72' Richard Rojas (Bol)
79' Aldo Olcese (Per)
85' Juan Arce (Bol)
Nolberto Solano
Flavio Maestri
Limberg Gutiérrez
Miguel Mercado
Carlos Zegarra
Limbert Pizarro

Aufstellung Peru Aufstellung Bolivien

Oscar Ibáñez
Jorge Soto
Miguel Rebosio
Santiago Acasiete
Walter Vilchez
Nolberto Solano
Juan Jayo
Carlos Zegarra
Flavio Maestri
Claudio Pizarro
Jefferson Farfán

Trainer : Paulo Autori

Leonardo Fernández
Sergio Jáuregui
Ronald Raldes
Ronald Arana
Lorgio Alvarez
Luis Cristaldo
Rubén Tufiño
Limbert Pizarro
Limberg Gutiérrez
Miguel Mercado
Joaquín Botero

Trainer: Ramiro Blacutt

Um 20 Uhr 20 peruanischer Zeit wurde gestern das inoffizielle Eröffnungsspiel der Copa América angepfiffen. Zuvor wurden wir Zeugen einer sehr gelungenen Eröffnungsfeier. Aber es war deutlich spürbar, dass zu einem guten Beginn der Copa auch ein Sieg von Peru zu gehören schien. Das Stadion war praktisch voll und besonders die Nord- und Südtribünen waren in Feierlaune. Das Spiel ging auch gleich flott los und Peru hatte bereits in der ersten Spielminute eine sehr gute Torchance. So sollte es in der ersten Halbzeit auch weitergehen. Es spielte praktisch nur Peru. Ein ums andere Mal tauchte ein peruanischer Spieler vor dem bolivianischen Tor auf, allein ein Tor wollte nicht fallen. Auch Claudio Pizarro hatte zwei Großchancen, die er nicht verwandeln konnte. Aber so auffällig der Wille der Peruaner, so deutlich auch die fehlende Präzision und Ruhe. Bolivien war praktisch kaum in Ballbesitz und agierte teilweise ähnlich nervös wie die peruanische Nationalmannschaft. Erst um die 30. Minute herum konnte ein gewisser Spielfluss auf beiden Seiten beobachtet werden. Auch das zwischenzeitlich sehr zurückhaltende Publikum wachte auf und unterstützte die Seinen mit Gesang und Sprechchören („sí se puede!“). Peru war weiterhin die deutlich aktivere Mannschaft, konnte aber all die Anstrengungen nicht in Tore verwandeln. In der 35. Minute dann schoss Bolivien praktisch aus dem Nichts ein Tor. Die folgenden Minuten waren etwas zerfahren, aber Peru konnte noch vor der Halbzeitpause den kleinen Schock überwinden und kehrte zur alten Strategie zurück. Der Halbzeitstand war 1:0 für Bolivien.

Die zweite Halbzeit begann so wie die erste aufgehört hatte. Es war deutlich mehr Aktivität und Wille auf Seiten von Peru zu sehen. Wie aber auch in der ersten Hälfte fehlte es weiterhin an Präzision und Geschlossenheit der Mannschaft. In der 57. Minute dann konnte der bolivianische Torhüter den Ausgleich nur dank einer Glanzparade abwehren. Zwei Minuten später gelang Bolivien seinerseits nach einem Torwartfehler ein ansehnlicher Kopfballtreffer. 2:0 war der Zwischenstand. Das Auftaktspiel schien ein Debakel für den Gastgeber zu werden. Paulo Autuori vollzog anschließend zwei Wechsel und das schien das Spiel aus peruanischer Sichte wieder etwas in Schwung zu bringen. Peru hatte nun deutlich mehr Torschüsse auf seinem Konto. Als in der 66. Minute schließlich ein Elfmeter für Peru gegeben wurde, ging ein merkliches Aufatmen durch die peruansichen Fanreihen. Claudio Pizarro verwandelte den Elfer sicher und das Stadion konnte endlich jubeln. In der Folge war es weiterhin Peru, das attakierte und wesentlich mehr zum Spiel beitrug. Meist befanden sich alle Feldspieler in der bolivianischen Hälfte. Nichtsdestotrotz vergannen die Minuten und es blieb immer weniger Zeit für den Ausgleich. Mittlerweile war die Stimmung auch in der Pressezone aufgeheizt und einige hielt es nicht mehr auf ihren Plätzen. Es schien, als könnte Peru aus dem Spiel heraus an jenem Tag einfach kein Tor schießen. Teilweise war es schier unglaublich. In den letzten Minuten fand das Spiel fast ausschließlich im bolivianischen Strafraum statt. In der 87. Minute gelang Solano dann aus einem allgemeinen Durcheinander im Strafraum heraus ein wirklich spektakuläres Tor und somit der Ausgleich. Die Schlussminuten dominierte Peru. Das Stadion kochte und es hätten gut und gerne noch ein oder zwei Tore für Peru fallen können. Nach drei Nachspielminuten dann war das Spiel beendet und der Endstand 2:2.

Dieses Ergebnis ist aus der Sicht des Gastgebers sicherlich nicht ideal, aber immerhin konnte eine Niederlage abgewendet werden. Dementsprechend war auch die Reaktion von Paulo Autuori. Der brasilianische Trainer der peruanischen Nationalmannschaft zeigte sich zufrieden mit dem Ausgleich, merkte aber auch an, dass es noch einiges zu verbessern gibt. Der bolivianische Trainer seinerseits war voll des Lobes für die „Arbeit seiner Mannschaft, die die konstanten Attacken Perus gut pariert hat“. Ähnlich war auch die Reaktion der Lokalpresse. Neben allgemeiner Zufriedenheit über die Nicht-Niederlage wurde von vielen das Fehlen eines zentralen Lenkers und Denkers in den Reihen von Peru beklagt. Nach diesem Spiel jedenfalls können weder Peru noch Bolivien zu Halbfinals- oder gar Finalskandidaten gezählt werden. Was der peruanische Trainer noch ändern und verbessern kann, bleibt abzuwarten.

 

 
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