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Peru 3   1 Venezuela
 
Ort Estadio Nacional
Zeit 09.07.2004, 19:45
Zuschauer 42.000
Schiedsrichter Rubén Selman (Chi)

Tore

34' Jefferson Farfán (Per)
62' Albino Solano (Per)
72' Wilmer Acasiete (Per)
73' Massimo Margiotta (Ven)

Gelbe Karten

34' Jefferson Farfán (Per)
35' Roberto Palacios (Per)
47' Ricardo Páez (Ven)
57' Miguel Mea (Ven)
79' Claudio Pizarro (Per)

Verweise 64' Miguel Mea (Gelb-Rot)
86' Claudio Pizarro (Gelb-Rot)
Wechsel eingewechselt ausgewechselt
65' Héctor González (Ven)
85' Marko Rodríguez (Per)
Ricardo Páez
Roberto Palacios

Aufstellung Peru Aufstellung Venezuela

Oscar Ibáñez
Guillermo Salas
Santiago Acasiete
Miguel Rebosio
Walter Vílchez
Nolberto Solano
Juan Jayo
Roberto Palacios
Claudio Pizarro
Jefferson Farfán
Andrés Mendoza

Trainer : Paulo Autuori

Gilberto Angelucci
Luis Vallenilla
José Manuel Rey
Jonay Hernández
Jorge Rojas
Miguel Mea Vitali
Alejandro Cichero
Leopoldo Jiménez
Juan Arango
Alexander Rondón
Ricardo Páez

Trainer: Richard Páez

Bericht

Der zweite Auftritt des Gastgeberlandes schien ähnlich zu verlaufen wie sein Auftaktspiel. Von der ersten Minute an übte Peru mächtig Druck aus und wirkte weniger nervös als noch im Spiel gegen Bolivien. Die Stimmung unter den Zuschauern war prächtig, auch sie schienen zu merken, dass sich mit dieser (neuen) Gelassenheit einiges erwarten ließ. So ging das Publikum auch von Beginn an bei jeder Aktion mit und es war Peru, das sofort begann, das Spiel zu gestalten mit deutlich mehr Entschlossenheit und Zug zum Tor. Venezuela ließ sich jedoch nicht überrennen und versucht, wenn in Ballbesitz, Ruhe in die Partie zu bringen und das Leder zunächst in den eigenen Reihen zu halten.

Das Spiel fand größtenteils in der Hälfte der Vinotinto statt. Peru zeigte guten Einsatz und suchte die Zweikämpfe sauber für sich zu entscheiden. Nach den ersten 15 Minuten beruhigte sich das Spiel ein wenig und Venezuela konnte ein ums andere Mal einen Angriff starten, ohne allerdings wirklich gefährlich zu sein. Mit Unterstützung des durch die etwas veränderte Situation angestachelten Publikums begann Peru erneut Druck auszuüben und erarbeitete sich gute Chancen. Zu diesem Zeitpunkt war es ein bewegtes, durchaus ansehnliches Spiel. Peru hatte den deutlich größeren Spielanteil, musste keine ernsthaften Konter abwehren, kam selbst jedoch auch noch nicht zu einem erfolgreichen Abschluss. Das änderte sich in der 32. Minute, als die Nummer 17, Jefferson Farfán, die Unachtsamkeit der venezolanischen Abwehr bestrafte. Auch wenn dieses Tor etwas glücklich war, so ging die 1:0 Führung für Peru in jedem Fall in Ordnung. Dieses Tor war für die Gastgeber eminent wichtig. Es war ja das erklärte Ziel selber in Führung zu gehen und nicht wie im Spiel gegen Bolivien ständig aufholen zu müssen. In den verbleibenden Minuten der ersten Halbzeit attackierten die Rot-Weißen weiter und das Spiel verlagerte sich praktisch dauerhaft in die venezolanische Hälfte.

Auch in der zweiten Halbzeit war die Gastgebermannschaft diejenige, die das Spiel machte. Gleich zu Beginn hatte Peru zwei gute Freistoßchancen, konnte diese aber nicht verwerten. Die Angriffe von Venezuela wurden ruhig und fast überlegen abgewehrt. Insgesamt kam Peru etwas sicherer durchs Mittelfeld und gewann dort deutlich mehr Zweikämpfe als Venezuela, dessen Taktik es dann auch war das Mittelfeld mit langen Pässen zu überbrücken. Zu Beginn der zweiten Viertelstunde hatte Peru erneut eine Großchance, die lediglich durch eine Glanzparade des Torhüters vereitelt werden konnte. In der 62. Minute dann gelang den Gastgebern ein sehr schön herausgespieltes Tor. Von da an war etwas mehr Härte in der Partie, es gab mehr Fouls und die gelb-rote Karte für Venezuela. Auch mit nunmehr zehn Mann blieb Venezuela seiner Linie treu, suchte die Konterchance und es gelangen ihnen einige gute Angriffe, die allerdings nicht wirklich torgefährlich waren. Peru seinerseits zog weiter Richtung gegnerisches Tor und konnte in der 72. Spielminute das dritte Tor erziehlen. Der Nummer 2, Santiago Acasiete, gelang ein wunderschönes Kopfballtor. Das Publikum (und auch die Presse) war angesichts des 3:0 Vorteils völlig aus dem Häuschen. Drei Minuten darauf erhielt diese Feierstimmung dann aber einen Dämpfer, als Venezuela seinerseits einen erstklassigen Treffer landen konnte. Peru schien sich aber nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und versuchte sichtlich das Spiel über die Breite des Feldes zu ziehen und schnell zu machen, was angesichts der Überzahl eine gute Maßnahme zu sein schien. Das Spiel lief weiter für die Gastgebermannschaft, allerdings konnten die zahlreichen Angriffe nicht mehr zu einem glücklichen Abschluss geführt werden. Der letzte, negative, Höhepunkt dann war die gelb-rote Karte für Claudio Pizarro nach einem völlig unnötigen, bösen Foul. Die Schlussminuten sahen noch die ein oder andere Chance, insgesamt aber ein etwas zerfahrenes Spiel.

Allgemeine Erleichterung und Freude machte sich nach dem Abpfiff auf den Ränge breit. Für Peru war dieser Sieg obligatorischer Bestandteil des Versprechens, das die Mannschaft dem ganzen Land gegeben hatte.

 

 
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